Obwohl Fruktose als günstiger Lebensmittelzusatzstoff weit verbreitet ist, zeigen neue Studien, dass ein hoher Fruktose Konsum während der Schwangerschaft oder in der Jugend mit Problemen in der Gehirnentwicklung verbunden sein kann. Zu viel Fruktose führt zu weitreichenden Auswirkungen, nicht nur auf die Schwangerschaft, sondern auch auf die Entwicklung im Jugendalter.
Studie: Frühe Exposition gegenüber hohem Fruktosegehalt stört die Phagozytose der Mikroglia und behindert die neuronale Entwicklung
Von Zhaoquan Wang et al. Im Juni 2024 konnte eindrucksvolle Ergebnisse aufzeigen.

Beim Menschen setzt sich die mikrogliale Phagozytose und die neuronale Entwicklung bis weit in das zweite Lebensjahrzehnt fort, ein ziemlich großes Zeit Fenster, in dem ein hoher Fruktose Konsum schädlich sein kann.
Ein hoher Fruktosekonsum allein verursacht wahrscheinlich nicht die Entwicklung von Stimmungs- oder Angststörungen. Es wirkt nur als Begünstigter, der eine solche Entwicklung einer solchen Störung auszulösen kann.
Normalerweise wird Fruktose vor allem im Darm und in der Leber abgebaut. Wenn jedoch sehr viel Fruktose aufgenommen wird, besonders in Getränken, kann dieses Schutzsystem überlastet sein. Wichtig ist auch, dass Fruktose in der Muttermilch vorkommt und nach dem Konsum von fruktosereichen Getränken deutlich ansteigt.
Obwohl Arbeiten mehrerer Gruppen gezeigt haben, dass Darmepithelzellen und die Leber hauptsächlich die aus der Nahrung stammende Fruktose verstoffwechseln, wurde ebenfalls gezeigt, dass überschüssige Fruktose diesen „Schutzschild“ überfordern kann – insbesondere, wenn sie in flüssiger Form konsumiert, wird. Dies ist besonders wichtig, wenn man berücksichtigt, dass Fruktose auch in der menschlichen Muttermilch vorkommt und je mehr fruktosehältige, also süße Getränke konsumiert wurden, dann auch ansteigt.
Welche Getränke lassen den Fruchtzuckergehalt ansteigen?

Mit Zucker gesüßte Getränke enthalten auch Fruchtzucker. Aber noch mehr Fruchtzucker steckt in Getränken, die mit Maissirup gesüßt wurden, oder ein Smoothie mit viel Fruchtzucker, sowie ein Tee z. B. mit Agavensirup – ein selbstgemachter Proteinshake mit Datteln gesüßt. Klingt vorbildlich und dennoch versteckt sich darin jede Menge Fruktose.
Ein wichtiger Schritt in der normalen Entwicklung des Gehirns ist, dass Mikrogliazellen – die „Aufräumzellen“ des Gehirns – überflüssige neu gebildete Nervenzellen entfernen.
Bisher war unklar, ob hoher Fruktose Konsum in der frühen Lebensphase diese Mikroglia-Funktion beeinträchtigt und dadurch die Gehirnentwicklung stört.
Was bedeutet das für Schwangere?
Das heißt Augen auf, für Schwangere, wie besonders Getränk gesüßt wurden. Manche greifen gerne auf Anregungen zurück, Getränke mit Agavensirup zu süßen oder auch Dattelsüße steht hoch im Kurs, aber was zunächst wahnsinnig gesund klingt, birgt eine große Fruktose Last.
Wichtige Frage für die öffentliche Gesundheit
Welche Rolle dies für die menschliche Entwicklung im Jugendalter spielt, insbesondere angesichts des jüngsten Anstiegs von Stimmungs- und Angststörungen seit der COVID-19-Pandemie, bleibt somit eine wichtige Frage für die öffentliche Gesundheit.
Zum Nachlesen:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7617807
Fakten zusammengefasst:
Die Studienergebnisse liefern einen mechanischen Grund dafür, warum hoher Fruktose Konsum in der frühen Lebensphase mit einem höheren Risiko für Angststörungen im Jugendalter zusammenhängt.
Sie sind schwanger, informieren Sie sich gerne, wie Sie und Ihren heranwachsendes Baby gut ernähren. Denn oft steckt in einer vermeintlich gesunden Ernährung ganz schön viel Fruchtzucker.







